Schmeckt gut und hat viele Vitamine: Biologischer Brokkoli Calabrese

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Weiß oder grün – Blumenkohl oder Brokkoli? Die beiden Gemüsesorten scheinen auf den ersten Blick recht nah verwandt zu sein und gehören beide zu den Kohlarten. Doch Brokkoli schmeckt nicht nur vielen besser (rein subjektiv ;-)) sondern hat auch deutlich mehr an Nährstoffen zu bieten. Zudem eignet sich Brokkoli ziemlich gut für den biologischen Anbau.

Wenn es im Frühling wärmer wird und mit keinen sehr tiefen Temperaturen mehr zu rechnen ist, dann ist es Zeit, Brokkoli zu setzen. Wie bei den meisten Kohlarten werden hier zunächst die Setzlinge im Treibhaus vorgezüchtet und dann als kleine Planzen aufs Feld gebracht. So auch auf dem Plattehof.

Inzwischen sind die kleinen grünen Blätter schon etwas gewachsen und müssen jetzt nur noch vor Schnecken, Raupen, der Kohlblattlaus und vor der bekannten Kohlfliege geschützt werden. Im besten Fall klappt auch das ohne großes Dazutun, den die entsprechenden biologischen Ungeziefervertilger stellen sich oft automatisch ein.

Ein paar Tausend Pflanzen befinden sich auf dem Acker, aus jeder wächst ein Brokkoli heran.

Doch zurück zu den Vitaminen. Bis im Juni die Pflanzen voll ausgewachsen sind und man die ersten Brokkolis ernten kann, braucht es vor allem viel Wasser und einen gut genährten Boden. Beides zusammen sorgt für viel Vitamin B, Vitamin C und Provitamin A (Karotin). Auch an Eisen, Kalium und Magnesium ist die Pflanze reich. Um diese Inhaltsstoffe möglichst gut zu erhalten, sollte man den Brokkoli nicht zu lange kochen, oder noch besser nur in Dampf gären.

Ist die Haupternte erst einmal vorbei, wächst der Brokkoli nach und man kann je nach Zeit, Lust und Laune auch weiter kleinere Brokkolis ernten. Diese kommen aber dann meistens nicht mehr in den Verkauf für Konsumenten.

Ohne Bewässerung geht es auch im BIO-Gemüsebau nicht.

Wie bei allen Kreuzblütlern ist es auch beim Brokkoli wichtig, den Boden nach dem Anbau zu schonen und für ein paar Jahre keine weiteren Korbblütler, sondern Getreide anzubauen oder den Acker in eine Wiese zu verwandeln.

Urs Hilzinger
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Bio-Landwirt

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